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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Pessar?
Ein Pessar ist ein Medizinprodukt bzw. ein medizinisches Hilfsmittel, das für therapeutische Zwecke in die Scheide eingelegt wird (Stützpessar) oder zur Empfängnisverhütung verwendet wird (Diaphragma, Intrauterinpessar).

Vaginale Stützpessare stützen von der Scheide aus Harnblase, Harnröhre, und/oder Gebärmutter. Sie werden überwiegend aus Silikon per Spritzguss hergestellt.

Schon seit Jahrzehnten haben sich verschiedene Pessartypen, v.a. Würfel-, Siebschalen-, Ring- und Urethrapessare, als konservative Behandlungsmethode zur Therapie gynäkologischer Krankheitsbilder, wie Senkungsbeschwerden und Belastungsharninkontinenz, bewährt.

Aus welchem Material ist restifem und wie ist die Verträglichkeit?
restifem besteht aus gewebeverträglichem Silikon. Allergien sind nicht bekannt. Die Scheidenhaut sollte bei einer Pessaranwendung intakt und entzündungsfrei sein, da es sonst zu Schmerzen, Ausfluss oder Blutungen kommen kann! Wenn das bei Ihnen eintritt, dann lassen Sie das umgehend von Ihrem behandelnden Arzt abklären und unterbrechen Sie bis zum Arztbesuch die Therapie mit restifem. Treten die genannten Beschwerden während der Stillzeit bzw. nach den Wechseljahren auf, sind diese in der Regel durch eine Empfindlichkeit der Scheidenhaut bedingt, die ihre Ursache in einem Hormonmangel hat. Ihr Frauenarzt wird Sie in diesem Fall über die Möglichkeiten einer lokalen Hormontherapie aufklären.
Welche restifem-Größen gibt es und wie sind die Produktmaße?
restifem gibt es in den Größen small und medium.

Wie bestimme ich die richtige Größe für mich?
Die Größe medium gilt als Standardgröße. Bei einer Körpergröße kleiner 1,60m passt dann häufiger die Größe small besser. Bitte beachten Sie, dass die Scheide wenige Wochen nach der Geburt noch geweitet ist und man die Therapie eher mit der Größe medium beginnt, dann aber im Zuge der Rückbildung der Gewebestrukturen auf small wechselt.

Prinzipiell können Sie selbst testen, welche Pessargröße die richtige ist. Beim Tragen sollen keine Schmerzen gespürt werden und keine Kontaktblutungen auftreten. Ein anfängliches Druckgefühl hin zur Gebärmutter und hinter dem Schambeinknochen ist aber sogar erwünscht, da ja in diesen Bereichen die Gewebestrukturen entlastet, also gestützt werden sollen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches die richtige Größe ist, wählen Sie entweder das Set oder lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Frauenarzt beraten.

Wann kann ich nach der Geburt meines Kindes mit der Pessartherapie beginnen?
Sie können restifem nach Abschluss des Wochenflusses anwenden, also ca. 6 Wochen nach der Geburt. Sie sollten aber dennoch so früh wie möglich beginnen. Die Rückbildung des Beckenbodenbindegewebes und der Beckenbodenmuskulatur dauert ca. 6 bis 12 Monate und ist auch von der Zeit des Stillens abhängig. Durch das Stillen ist der Estrogenspiegel im Körper niedrig, was zur Verzögerung der Rückbildung führt. Die Anwendung von restifem ist daher für die Zeit der Rückbildung sinnvoll.
Kann mir mein Gynäkologe restifem per Rezept verordnen?
restifem kann per Hilfsmittelrezept oder Privatrezept vom Gynäkologen/Urologen mit einer entsprechenden Diagnose (z. B. Deszensus, Belastungsharninkontinenz) verordnet werden.

(In Österreich und der Schweiz kann es andere Regelungen geben.)

Habe ich einen Kostenerstattungsanspruch bei meiner Krankenkasse?
restifem steht im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherungen mit der Hilfsmittelnummer 15.25.21.0098. Sie als Patientin haben somit einen Kostenerstattungsanspruch.

Private Krankenversicherungen haben solch ein Hilfsmittelverzeichnis nicht, aber übernehmen in den meisten Fällen dennoch die Kosten.

Bei Fragen zur Kostenübernahme wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenversicherung!

(In Österreich und der Schweiz kann es andere Regelungen geben.)

Wo kann ich mein Rezept vom Arzt einlösen?
Ein Rezept können Sie in der Apotheke einlösen oder Sie schicken es direkt zu VIOMED. Wir sind vertraglicher Leistungserbringer der gesetzlichen Krankenkassen, können also Rezepte mit einer Pessarverordnung mit Ihrer Krankenversicherung abrechnen. Techniker Versicherte wenden sich bitte mit ihrer Verordnung an den TK-Kundenservice.

Die gesetzliche Zuzahlung, also Ihr Eigenanteil, für ein restifem Rezept beträgt 5-10 Euro, es sei denn, Sie sind befreit von der gesetzlichen Zuzahlung.

(Verordnungen aus Österreich und der Schweiz können wir leider nicht entgegennehmen.)

Hat restifem eine Hilfsmittelnummer bzw. eine Pharmazentralnummer (PZN)?
restifem hat die Hilfsmittelnummer 15.25.21.0098 und steht somit im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Bei der Bestellung über eine deutsche Apotheke ist die PZN des jeweiligen Artikels hilfreich: PZN small = 12902222, PZN medium = 12902239, PZN Set = 15393614.

Wo kann ich restifem kaufen?
restifem ist rezeptfrei erhältlich in unserem Onlineshop www.restifem-shop.com oder per Email an info@restifem.com.
Bekomme ich einen nachträglichen Rabatt, wenn ich die zwei Größen getrennt voneinander gekauft habe, statt von vornherein das Set (116 Euro versus 98 Euro)?
Wenn Sie erst eine Größe ausprobieren möchten und die zweite Größe später nachbestellen, gewähren wir Ihnen Rabatt, so dass Sie insgesamt nicht mehr als für das Set bezahlen. Allerdings berechnen wir für jede Lieferung innerhalb Deutschlands 3 Euro Versandkosten.
Kann ich den Kauf von restifem nach dem Öffnen des Folienbeutels widerrufen?
Sie können das Produkt aus Gründen der Hygiene und des Gesundheitsschutzes nach dem Öffnen des Folienbeutels nicht mehr zurückgeben. restifem ist nur für die Anwendung bei einer Person zugelassen.

Originalverpackte Ware können Sie aber bis 30 Tage nach Kauf zurücksenden/umtauschen.

Kann ich als Physiotherapeutin ein restifem Muster bei Ihnen bestellen?
Fachkräfte wie Physiotherapeuten, Hebammen und Ärzte können 2 Pessarmuster zum reduzierten Preis (30 Euro zzgl. MwSt.) über unsere Emailadresse info@restifem.com bestellen.
Wie erklärt sich der präventive Effekt von restifem?
Schwangerschaft und Geburt führen zur Überdehnung von Beckenbodenmuskulatur und Beckenbodenbindegewebe. Daher ist es seit Jahren etabliert, nach einer Geburt zur Rückbildungsgymnastik zu gehen. Die Rückbildung des bisher in der Medizin wenig beachteten Beckenbodenbindegewebes kann durch das prophylaktische Tragen eines Pessars (z. B. restifem) unterstützt werden. Eine optimale Rückbildung kann das Risiko für spätere Funktionseinschränkungen des Beckenbodens senken.

Die Wirkweise von restifem erklärt sich so: Wenn Sie sich den Knöchel verstauchen, spüren Sie Schmerzen und Instabilität beim Laufen. Ein Stützverband gibt sofortige Stabilität, lindert die Schmerzen und unterstützt die Regeneration der Haltebänder und Gelenkkapsel. Eine nachgeburtliche Pessartherapie hat einen vergleichbaren Wirkungsansatz. Beispielsweise wird die Gebärmutter durch das Pessar in die Ausgangsstellung geschoben, wie sie vor der Schwangerschaft war. Das hintere Gebärmutterband ist so entlastet und kann sich optimal regenerieren. Außerdem belastet restifem die Beckenbodenmuskulatur durch seinen retrosymphysären Haltemechanismus (Verankerung hinter dem Schambein) nicht zusätzlich, so wie es einige andere Pessare tun.

Der präventive Effekt einer postpartalen Pessartherapie über die Lebenszeit ist allerdings wissenschaftlich schwierig darstellbar, weil viele Faktoren zur Entstehung einer Senkung oder Harninkontinenz beitragen und erste Beschwerden oft erst nach Jahren oder sogar Jahrzehnten auftreten. Diese Faktoren sind vor allem Schwangerschaften, vaginale Geburten, gynäkologische Operationen, Alterungsprozesse (insbes. durch die Hormonumstellung in der Menopause) aber auch Übergewicht, Bewegungsmangel und schwere körperliche Arbeit.

Wie kann ich die natürlichen Rückbildungsprozesse, insbesondere die Rückbildung des Beckenbodenbindegewebes, nach einer Geburt zusätzlich unterstützen?
Mittels Training der Beckenbodenmuskulatur, z. B. durch Rückbildungsgymnastik, kräftigen Sie Ihren Beckenboden und fördern damit die Rückbildungsprozesse.

Für die Unterstützung der Rückbildung des Beckenbodenbindegewebes stehen folgende Therapieansätze zur Verfügung (Quelle: Beilecke (2019) Postpartale Beeinflussung des Beckenbodenbindegewebes – ein bisher vernachlässigter Therapieansatz. Frauenarzt: 505-507):

1. Pessarthearpie, z.B. restifem

2. Lokale Östrogentherapie – Östrogene fördern die Wundheilung im Beckenbodenbindegewebe durch die Aktivierung von Fibroblasten und damit die Bildung von neuem Bindegewebe. Ein Arzt kann die vaginale Hormontherapie mit Estriol verordnen, soweit aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht.

3. Neuraltherapie – Die Unterspritzung mit Lokalanästhetika trägt zur Verbesserung der Wundheilung und zur Linderung von Schmerzen bei.

4. Vitamin D-Substitution – Vitamin D wirkt über sein Hormon entzündungshemmend und immunmodulierend. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Höhe des Vitamin D-Spiegels und der Beckenbodenmuskelkraft. Bei der systemischen Substitution von Vitamin D von stillenden Frauen muss die Übertragung auf das Kind mit beachtet werden. Die Substitution der Mutter sollte behutsam erfolgen und die des Kindes unter Umständen pausiert werden.

5. Lasertherapie – Eine nachgeburtliche Laserbehandlung fördert die Regeneration des Bindegewebes der Vaginalwand durch Aktivierung von Fibroblasten und damit Bildung von neuem Bindegewebe.

Kann ich während des Tragens von restifem Beckenbodengymnastik und anderen Sport machen?
Es ist tatsächlich sinnvoll, dass Pessar während der Beckenbodengymnastik zu tragen, ebenso wie bei anderen sportlichen Aktivitäten (u.a. Joggen) und belastenden Situationen im Alltag (z. B. häufiges Tragen des Kindes). Der noch schwache Beckenboden nach einer Geburt wird durch das Pessar etwas entlastet bzw. Organe wie die Gebärmutter und Beckenbodenmuskulatur und -bindegewebe werden mit dem Pessar in Richtung der Ausgangslage wie vor der Schwangerschaft geschoben. So haben Sie ein besseres Gefühl für den Beckenboden und können die Muskulatur effektiver anspannen.
Das Pessar bleibt nicht hinter dem Schambein sondern wird in Richtung Scheidenausgang gedrückt. Es rutscht fast raus. Habe ich die falsche Größe oder habe ich es falsch eingesetzt?
Wenn restifem richtig sitzt, dann würde man es nicht bzw. kaum bemerken. Wenn es aber zu oft verrutscht oder sogar aus der Scheide rausgedrückt wird, dann ist es nicht die richtige Größe oder nicht das richtige Pessar.

Ursache sind meist ausgeprägtere Senkungszustände (Deszensus), die beispielsweise durch Geburtsverletzungen (Levatorabriss u.ä.) entstanden sein können. Der abdominale Druck auf das Pessar ist dann so groß, dass es sich nicht hinter dem Schambein verankern kann und wieder aus der Scheide gedrückt wird.

Jeder Deszensus ist in Bezug auf Art (Gebärmutter und/oder Scheidenwände) und Ausprägung (gering bis kompletter Vorfall) sehr individuell. Lassen Sie sich zur Pessartherapie von Ihrem behandelnden Gynäkologen beraten. Gegebenenfalls können andere Pessarformen (z. B. ein Würfelpessar) besseren Halt geben.

Nach meiner Schwangerschaft litt ich unter einer Blasensenkung und restifem saß nicht optimal. Jetzt nach 15 Wochen hat sich meine Senkung gebessert und restifem hat einen besseren Halt. Wie ist das zu erklären?
Die Rückbildungsprozesse werden durch das weibliche Hormon Estrogen unterstützt und da dieses in der Stillzeit nur reduziert im Körper vorhanden ist, kann die Zeit der Rückbildung durch das Stillen verzögert sein. Ebenfalls hat der Druck im Bauchraum Einfluss auf die Entstehung von Senkungsbeschwerden, körperliche Tätigkeiten und Tragen des Kindes sind Beispiele dafür.

Wenn nach einer Geburt Senkungsbeschwerden auftreten, dann sind diese durch die nachgeburtlichen Rückbildungsprozesse im Bereich des Bindegewebes und der Muskulatur des Beckenbodens oft spontan rückläufig. So kann es sein, dass restifem® nach einigen Wochen besser hält und die natürlichen Rückbildungsprozesse präventiv unterstützen kann.

Mäßig ausgeprägte Senkungs- und Harninkontinenzbeschwerden können durch restifem gelindert bzw. behoben werden.

Zurück zur
Balance
restifem - Zurück zur Balance
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